Barocksolisten München :: Programme

When Loves soft passion
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"When loves soft Passion" präsentiert eine farbenreiche Mischung aus Instrumental- und Vokalmusik.
Neben Flötensonaten, Bearbeitungen von "Hits" aus Händels großen Werken für Flöte und Continuo und einer opulenten Chaconne für Cembalo erklingen Kantaten mit obligaten Instrumenten. Ein besonderes musikalisches Kleinod ist die Arie "Falsa Imagine" aus der Oper "Ottone Re di Germania", um die sich eine der berühmtesten Anekdoten um Händel rankt: Johann Mattheson überliefert Händels Streit mit der Primadonna Francesco Cuzzoni, die sich weigerte, diese Arie zu singen, in seiner Biographie Händels:
„Händel gerieth eines Tages mit der Cuzzoni in Wortstreit, weil sie die Arie, „Falsa imagine“, in der Oper Ottone, nicht singen wollte. „Oh! Madame“ sagte er,„Ich weiß wol, daß ihr eine leibhafte Teufelinn seyd, aber ich will euch weisen, daß ich Beelzebub, der Teufel Obrister bin.“ - Darauf fassete er sie mitten um den Leib, und schwur, er wollte sie aus dem Fenster werfen, wenn sie weitere Worte machen würde.“
Laut Charles Burney wurde genau diese Arie letztlich ein besonderes Bravourstück der Cuzzoni.
Burney ist zuzuschreiben, dass Johann Christoph Pepusch von der Nachwelt vor allem als der große Gegenspieler Händels im Londoner Opernbetrieb wahrgenommen wurde, obwohl keinerlei Berichte über eine persönliche Feindschaft der beiden überliefert sind. Der Erfolg der "Beggar's Opera", zu der Pepusch kaum etwas außer der Ouvertüre komponierte, überschattet sein kompositorisches Werk - zu Unrecht, wie zum Beispiel seine reizvolle Kantate "When loves soft Passion" beweist.